hpic_560x340_01hpic_560x340_01
hpic_560x340_03hpic_560x340_03
Sommernachtslauf 2018 (Termin + Anmeldung in Kürze)
wipfelLogo Home 2018
ankuendigung_214

Sehenswürdigkeiten

Die 7 Bergahorne

bergahorn

Sie sind als "Geschützter Landschaftsteil" ausgewiesen. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 28 m und einem Alter von ca. 250 Jahren stehen sie auf dem Grafenberg in einer Höhe von fast 1100 m in einer paradiesisch schönen Landschaft - und zwar auf der Roatmoaralm.

Die zwei Winterlinden

winterlinde

Die beiden Winterlinden sind einfacher zu besuchen, als die Bergahorne und die Weißtanne, denn sie stehen in der KG. Mitterbach direkt am Breitwiesenweg und flankieren die Kerschbaumerkapelle (ca. 200 m vom Eingangsgebäude zum Wipfelwanderweg entfernt).
Ihr Alter wird mit 70 Jahren, ihre Höhe mit "nur" 12 bzw. 15 m angegeben.

Murbrücke St. Margarethen - Kobenz

murbruecke_margarethenBild / Grafik vergrößern

Mur - Aulandschaft zwischen Kobenz und St. Margarethen
Die Gemeinden Kobenz und St. Margarethen errichteten gemeinsam einen Verbindungssteg (Geh und Radweg) über die Mur.

Grundidee der Brücke ist, das Erlebnis „Wasser“ beim Queren des Flusses intensiv spürbar werden zu lassen.

Das gelingt durch ein „Sich-mit-dem-Wasserspiegel-auf-und-nieder-bewegendes-mittleres-Auflager“ einerseits und durch eine offene und mit Bodenschlitzen versehene Stegkonstruktion der Brückentragwerke andererseits.
Das schwimmende mittlere Auflager erlaubt dem Benützer die Annäherung an den Fluss in der Mitte seiner Wasseroberfläche wodurch es zu einem intensiven Erlebnis mit dem fließenden Gewässer kommt. Zusätzlich gibt es in der Mitte am Flusswasser einen Platz zum Verweilen. Von hier aus kann man die wunderschöne geschützte Auenlandschaft  (NATURA 2000 Gebiet - Europa-Naturschutzgebiet) an den beiden Murufern bewundern.

kirche_sankt_lorenzen

Im Jahre 1075 übergibt der Vollfreie Hartnid von Feistritz dem Erzbischof Gebhard von Salzburg die Zehente seiner Besitzungen und die Kirche
St. Lorenzen, die eine Eigenkapelle von Hartnid war. 1147 bzw. 1151 schenkte Erzbischof Konrad I. dem Augustinerchorherrenstift Seckau die Kirche zu Listah. Am 19. März 1197 beurkundete Erzbischof Eberhard von Salzburg die Erwerbungen von Sekau an Gütern und Rechten.

In ihrer heutigen Gestalt stammt die Kirche aus der Zeit um 1500. An der Westseite befindet sich ein verstäbtes spitzbogiges Portal mit einer kleinen Eingangshalle. Den Turm der Kirche hat man in die Westfassade gestellt. Beim Eintritt in die Kirche kommen wir zuerst in das Läuthaus, das ein Sternrippengewölbe aufweist, die Gewölberippen sitzen auf einfachen Wappenkonsolen auf.

Wie alte Lorenzer zu erzählen wissen, war das Läuthaus einst der Platz für die Kirchenbesucher, die dem Stand der Fuhrleute angehörten. Im Großstall der Taverne, im heutigen Zinshaus, nächtigten die zahlreichen Pferdeknechte, die Wein- und Kohlführer bei ihren Pferden. Sie brachten in ihren Kleidern die starken Ausdünstungen des Pferdestalles mit und sollten deshalb nicht die Innenräume der Kirche betreten.

Der Innenraum der Kirche zeigt ein Langhaus mit 4 Jochen und einem unregelmäßigen Sternrippengewölbe. Die Spitzbogenfenster sind ohne Maßwerk. Der barocke Hochaltar ist ein Säulenaltar mit Umgangsportalen.
Das Hochaltarbild stammt vom Grazer Maler Reich und die Tischlerarbeit kommt aus der Werkstätte des Michael Gantschnigg in Seckau aus dem Jahre 1712.
Die Statuen der hl. Anna und der hl. Elisabeth, sowie die Figuren vom hl. Sebastian und Leonhard sind volkstümlich spätgotisch überarbeitet. Das Tabernakel wurde im 19. Jahr- hundert geschaffen. Die Seitenaltäre weisen Laub- und Bandlwerkformen auf.

Der linke Seitenaltar aus dem Jahre 1720 zeigt ein Marienbild und der rechte Seitenaltar trägt das Bild des hl. Josef. Die Kanzel ist klassizistisch und Rudolf List schreibt in seinem Kirchenführer, dass die Kanzel nach Entwürfen eines französischen Architekten Jean-Charle Dellafosse gestaltet sein soll.
In den beiden Wandnischen stehen eine bekleidete Madonna mit Kind hinter einem geschnitzten Baldachin mit Vorhang und in der 2. Nische sehen wir eine barocke Pieta aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Kreuzwegbilder wurden im 19. Jahrhundert geschaffen.

Der Pfarrpatron ist der hl. Laurentius, der im Jahre 256 in Rom als Märtyrer gestorben ist. Man hat ihn nach der Legende auf einem glühenden Rost zu Tode gemartert. Die Grabeskirche des Heiligen befindet sich in Rom. In Österreich genießt der Heilige großes Ansehen, das beweisen die vielen Ortsnamen, die mit St. Lorenzen beginnen.
Im Gemeindewappen von St. Lorenzen erinnert der Gitterrost an den Märtyrertod des Pfarrpatrons.
An der Nordwand der Kirche befindet sich außen ein Fresko aus dem Jahre 1520, das den hl. Christophorus darstellt. Es wurde im Jahre 1969 restauriert, während das Fresko an der Südaußenwand, das den Tod Marias versinnbildlichen soll, schon zu stark zerstört ist.
(Quelle: Chronik "900 Jahre St. Lorenzen", SR Alex Leitgeb)

kirche_sankt_benedikt

Auf einer Geländestufe am Südrand des Eichfeldes erhebt sich die Kirche von St. Benedikten, die urkundlich 1147 erwähnt wird. Aber schon früher dürfte hier eine kleine Kapelle gestanden sein, die von den Benediktinern aus Admont errichtet worden war. Die Mönche versuchten hier ihren Besitz zu vergrößern.

So wird berichtet, dass ein admontischer Ministeriale Gisilher, bevor er zum Kreuzzug aufbrach, seinen Besitz an der Brücke zu St. Stefan in der Lobming dem Stift Admont überlassen hat.

Abt Gottfried von Admont tauschte diesen Besitz mit Seckau und erhielt dafür 8 Joch Grund zu Benedikten.
Durch Schenkungen wurde der Besitz später noch vergrößert und so ist wohl der Name Benedikt als Kirchenpatron für die romanische Kapelle erklärbar.
Beim späteren Ausbau wurde über den Rest der romanischen Kapelle und über die gotische Kapelle ein flachgedecktes Schiff gezogen, sodaß eine Zwilligskirche mit zwei Presbyterien entstand. Der zweite Teil der Kapelle wurde dem hl. Florian geweiht. Der Innenraum ist ein rechteckiger Saalraum mit einer flachen Stuckfelderdecke.
Der schöne gotische Flügelaltar im Nordchor stammt aus der Zeit zwischen 1520 und 1530. Der Flügelaltar wurde im Jahre 1951 restauriert. Den Südchor-Altar schuf der Judenburger Meister Balthasar Prandstätter um 1720.
Zwischen den Fronbögen (Bogen, der den Chor vom Kirchenschiff trennt) steht noch ein Kreuzaltar mit einem spätgotischen Kreuz aus Lindenholz.
Der Flügelaltar ist wohl der Hauptaltar des Kirchleins. Im Schrein stehen die gotischen Gestalten Marias mit dem Christuskind, zwischen dem hl. Florian und dem hl. Benedikt, den beiden Kirchenpatronen. Einige Statuen hat man sichergestellt, da mehrmals in der Kirche eingebrochen wurde.
Die Kirchenbänke dürften aus dem letzten Drittel des 17. Jahrhunderts stammen. Sie zeigen an den Seitenwänden Christus- und Marienmonogramme in Brandmalerei.

Im Kirchenschiff wird auch noch die Pestkerze aufbewahrt, deren Bau und Bedeutung im geschichtlichen Teil dieser Schrift erläutert wurde.
R. Peinlich berichtet in seinem Buch: "Die Geschichte der Pest", dass alljährlich am Florianitag Pest-Wallfahrten aus den Pfarren Feistritz, Kraubath, Kobenz, Rachau und Knittelfeld nach St. Benedikten abgehalten wurden.
Es wird erzählt, dass in der Nähe des "Eberhartgutes" einmal eine Klostersiedlung gewesen sein soll, was aber nicht nachzuweisen ist. Ein unterirdischer Gang soll zum Kirchenhügel geführt haben. Beim Pflügen soll ein Ochsengespann auf der "Kielnprein-Wiesen" einmal eingebrochen sein und dabei wäre dieser unterirdische Gang zum Vorschein gekommen.
(Quelle: Chronik "900 Jahre St. Lorenzen", SR Alex Leitgeb)

pestkerze_sankt_benedikt

St. Benedikten war vor 300 Jahren ein oft aufgesuchter Wallfahrtsort. In den Notzeiten der wütenden Pest, der Heuschreckenplage und der Türkenbelagerung gelobten die Bewohner von St. Benedikten und Umgebung der Kirche eine zentnerschwere Wachskerze zu stiften, wenn der Himmel sie von all dem Ungemach befreien würde.

 

Die herrschende Armut in der Bevölkerung gestattete es aber nicht, eine so schwere Kerze für die Kirche zu beschaffen, wie man gelobt hatte. So begnügte man sich mit einer bescheideneren Ausführung.

Eine ca. 15 Meter lange Stange wurde mit grüngefärbten dünnen Wachskerzen umwickelt und an die Spitze der Holzstange setzte man eine kleine Laterne.

Diese "Peststange" ist noch heute ein besonderes Ausstattungsstück der Kirche in Benedikten.
Zur Erinnerung an diese Zeit findet alljährlich, am 10. Tag nach dem Fronleichnahmsfest, am Herz-Jesu-Sonntag, ein feierlicher Umzug statt, der anfangs am Fuß des Kirchhügels erfolgte, seit einigen Jahrzehnten aber wieder auf den Hochanger hinter der Kirche verlegt wurde.
Dabei wird die Pestkerze nach festgelegter Überlieferung von Altar zu Altar getragen. Es bedarf großer Geschicklichkeit der Träger, die Pestkerze ohne Zwischenfall auf dem etwas unebenen Gelände zu tragen. Ein Feststangenmeister gibt für die Träger die nötigen Anweisungen. Das Herrichten und Tragen der Pestkerze erfolgt nach vorgegebener Überlieferungen. Für die Hauptstange und deren Schmuck ist der Besitzer "Klob" verantwortlich.
Die 4 Jochträger, die das Gewicht der Stange tragen müssen, sind Angehörige der Bauernhäuser Eberhard, Lenzmoar, Klob und Kielprein.
8 Stangen zum Einhalten des Gleichgewichtes  werden von je 3 Männern aus Benedikten und Gottsbach und 2 Männern aus Ritzendorf getragen. Davon sind 4 Stangen etwas länger; sie stehen den größeren Bauern zu, u. zw. dem Eberhard, dem Lenzmoar, dem Ritzmoar und dem Kielprein. Für die 4 kürzeren Stangen sind die  Bauern von Gottsbach zuständig.
Alle Stangen werden von den zuständigen Bauern mit bunten Bändern und Blumen geschmückt. Ist in einem Hause ein Todesfall eingetreten, so bekommt die Stange statt der Blumen einen Trauerflor. Die Stangen werden natürlich schon an den Tagen vor der Prozession hergerichtet. Nur die Hauptstange mit der Laterne und der brennenden Kerze soll erst am Prozessionstag geschmückt werden.

Das Aufstellen der Kerze und die Einteilung der verschiedenen Träger überwacht der "Feststangen-Meister".
Verlöscht die Kerze in der Laterne beim Aufstellen oder während des Prozessionsganges, so ist das ein unheilvolles Zeichen.
Im Jahre 1902 kam es beim Umzug zu einem folgenschweren Unfall. Die Träger konnten die Balance aus irgendeinem Grund nicht halten und die Stange fiel um und verletzte eine Klosterschwester, die am Umgang teilgenommen hatte, tödlich. Seither ist auch die Pestkerze um ein Stück kürzer. (Mitgeteilt von Herrn Gebhard Hübler, Gottsbach).
Die Pestkerze in St. Benedikten wurde nach Krainz im Jahre 1713 und später um 1855 durch eine neue ersetzt.
(Quelle: Chronik "900 Jahre St. Lorenzen", SR Alex Leitgeb)

Am Nordabfall der Fötschacher Hochfläche steht in 863 m Seehöhe eine kleine Kapelle, die vom Murtal weithin sichtbar ist und im Volksmund "Berger-Kirchlein" genannt wird.

Wie aus der "Berger-Chronik", abgeschlossen am 14.10.1893, hervorgeht, hat diese Kapelle Ferdinand Stefan vlg. Berger nach dreijähriger Bauzeit geschaffen.

Bei einer schweren Krankheit im Jahre 1848 hatte er gelobt, im Falle seiner Gesundung und der Übernahme des väterlichen Besitzes, zu Ehren der Gottesmutter Maria eine Kapelle zu errichten. Mit Hilfe seiner Frau Walpurga konnte er sein Gelöbnis erfüllen Von den kirchlichen Behörden erhielt er die Lizenz, dass im Laufe des Jahres an 3 Wochen- tagen Messen gelesen werden durften. In einer grundbürgerlich eingetragenen Stiftung verpflichtete sich der "Berger" noch für die Beschaffung der kirchlichen Paramente und aller für die Abhaltung der gottesdienstähnlichen Handlung notwendigen Einrichtungen zu sorgen. Der Berger ließ auch noch eine kleine Orgel bauen.
Am 27. Oktober 1864 wurden die jahrelangen Anstrengungen des Bauern belohnt.
Dr. Johannes Ev. Winterer, Dechant zu Knittelfeld, weihte unter großer geistlicher Assistenz die Kapelle ein und las die erste heilige Messe.
Heute wird noch regelmäßig am 1. Mai eine Messe gelesen und unter Pfarrer Dr. Michael Kickenweiz fand auch am Michaelitag ein Gottesdienst statt.
Neben der Kirche steht ein Tisch und eine Bank mit einer schön polierten Gneisplatte. Sie erinnern an die Tätigkeit eines Steinmetzes aus Tirol, der um 1890 in der Berger- Steinbrecher-Keusche gewohnt und gearbeitet hatte.
Jahrzehnte ertönte das Glöcklein von der Bergerkapelle weithin ins Tal herunter und mahnte die Gläubigen zum Gebet, nicht nur zum "Aveläuten", sondern auch wenn gefährliche Gewitter drohten, denn von diesen Gewittern, weiß der "Berger" in seiner Chronik manches Unheil zu berichten.

Unser Gemeindeamt: Dorfstraße 19  |  8720 St. Margarethen bei Knittelfeld  |  Tel.: +43 (0)3512 82 4 32  |  Fax: +43 (0)3512 82 4 32 -700

E-Mail: are-gde-xya34[at]ddks-st-margarethen-knittelfeld.gv.at  |  Disclaimer